Jubiläumsfest zum 80. Geburtstag unserer Kapelle

Großveranstaltungen haben es so an sich, dass sie schon Wochen vor dem eigentlichen Termin zu schlaflosen Nächten und sehr ausgefüllten Tagen führen. Bereits am Mittwoch vor dem Eintreffen unserer burgenländischen Freunde trafen wir uns zum fröhlichen Zeltaufstellen. Rund 20 Helfer trafen sich auf dem Feuerwehrplatz um unter der kundigen Anleitung der Firma Urleiten das Alugerüst aufzustellen. Als die Sonne endlich hinter den Berggipfeln verschwand, konnten wir die letzte Zeltbahn schließen und ziemlich abgearbeitet ein kühles Bierchen genießen.
Leider waren der Donnerstag und auch der Freitag mit der Inneneinrichtung und der Installierung der Beleuchtung ausgefüllt. Am Freitag um 16.00 Uhr trafen dann die Donnerskirchner Freunde ein und unter großem Hallo wurde Wiedersehen gefeiert. Nach der Zimmerverteilung wurden unsere Gäste zu den Vermietern gebracht und es trat wieder eine kurze Stille auf dem Festgelände ein. Diese war jedoch nur die Ruhe vor dem ersten Sturm.
Um 18.00 Uhr trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen. Der Soundcheck der „Surfer“ ließ zwar kurzfristig die Abendmahlunterhaltung verstummen, doch dann wurden schon wieder Erinnerungen an vergangene Feste und Jungmusikerwochen ausgetauscht. Inzwischen dirigierte unser Chefkoch Andreas Schrall seine Küchencrew und ließ zwei Spanferkel am Spieß brutzeln und bereitete weitere Leckerbissen vor. MusikerInnen und Gäste beider Kapellen sprachen den Genüssen der Küche eifrig zu und langsam füllte sich das Festzelt. Die Surfer brachten alsbald die Stimmung zum Kochen und spielten bis in die frühen Morgenstunden.
Am Samstag trafen wir uns vor dem Probelokal um einen Höhenausflug in die Asten zu machen. Bei sehr gemischtem Wetter – Nebel, leichtem Regen, ziemlich vielen Wolken und teilweise blauem Himmel – erklommen wir die Kröllalm und erreichten schließlich die hintere Asten. Gerade als das Essen beginnen sollte, begann es leicht zu nieseln. Aber als Irene mit ihren Köstlichkeiten eintraf, besserte sich auch das Wetter. Das Bauernbuffet wurde dem Bedienungspersonal fast aus den Händen gerissen, und alle labten sich an den hochalpinen Delikatessen.
Bald waren wir jedoch gezwungen das kulinarische Höhenlager abzubrechen, um uns auf den ersten Höhepunkt unseres Festes vorzubereiten.
Nach einer kleinen Kaffeepause trafen wir uns auf dem Fußballplatz und konnten zum Festakt die TK Heiligenblut, TK Großkirchheim, TK Winklern, TK Stall, TK Flattach und die TK Hasslacher-Sachsenburg begrüßen. Die Kapellen nahmen vor der Ehrentribüne Aufstellung und eröffneten mit dem Kärntner Liedermarsch unter der Stabführung von Bürgermeister und Musikschuldirektor Christl Vierbauch den Festakt
Der Obmann Erwin Fresser konnte die Nationalratsabgeordneten Mag. Herbert Haupt, Ing. Josef Winkler, die Landtagsabgeordneten Ing. Kurt Scheuch, und Ferdinand Huetter sowie die beiden Bürgermeister Horst Plössnig und Josef Frippus begrüßen. Nach lobenswert kurzen Ansprachen der politischen Mandatare zeigten die TK Donnerskirchen, TK Großkirchheim, TK Flattach und als Abschluss die jubilierende TK Mörtschach ihr Programm von der Marschwertung in Gmünd. Der Fußballplatz war gesäumt mit interessierten Zuschauern und heftiger Applaus war der Lohn für die in unserem Tal wohl einmalige Marschvorführung. .
In der hereinbrechenden Dunkelheit marschierten die einzelnen Kapellen unter klingendem Spiel ins Festzelt und selbst recht beengte Platzverhältnisse machten der Stimmung keinen Abbruch. Zum Essen wurde in Schichten Platz genommen und auch die Theken füllten sich mit begeisterten Musikern und Zuschauern, die den Klängen der „Kienzl Buam“ lauschten. Um 23.30 Uhr wurde diese beliebte Kapelle von der Gruppe „Raureif“ abgelöst, die bis in die frühen Morgenstunden zum Tanz aufspielte.
Viel zu schnell dämmerte der Morgen und um 8.00 Uhr wankten die ersten MusikerInnen ins Probelokal, um die Noten für das gemeinsame Spiel in Empfang zu nehmen.
Die gemeinsame Messe wurde vom „Gmündner Männer-Doppelsextett“ und einer Bläsergruppe der TK Mörtschach (verstärkt durch den Donnerskirchner Jungmusikerreferenten Rohrer Alois) gestaltet. Im Anschluss dankte die Obfrau der TK Frau Rita Fresser allen MusikerInnen und Helfern, die sich so fleißig für das Gelingen dieses großen Festes eingesetzt haben.
Gemeinsam mit dem Landesobmann des KBV, Herrn Horst Baumgartner, konnten unsere Obleute den Musikern Granegger Hans, Schrall Georg, Lindler Franz und Suntinger Anton das bronzene, Auernig Alois das silberne und Josef Ploner, (Lorenz Seppl) das goldene Ehrenzeichen des Blasmusikverbandes überreichen.
Ferner wurde den Altmusikern Hans Przykalla, Josef Schrall, (Lindler Pepi), Wernisch Georg (Fellner Jirgl), sowie unseren Altkapellmeistern Schrall Franz (Lindler) und Richard Zeiner die Ehrenmitgliedschaft der TK Mörtschach verliehen.
Für seine langjährige Verbundenheit mit der TK Mörtschach und der außerordentlich erfolgreichen Jungmusikerarbeit wurde Herr Alois Rohrer von der TK Donnerskirchen zum Ehrenmitglied ernannt.
Als einziger Nichtmusiker wurde dem aus dem Amt geschiedenen Bürgermeister Herrn Eduard Huber für seine langjährige Unterstützung der TK Mörtschach die Ehrenmitgliedschaft überreicht.
Höhepunkt der Ehrung war aber die Überreichung der Ehrenkapellmeisterur-kunde an Herrn Prof. Rudolf Schrumpf.
Nach der Kranzniederlegung und einem kurzen Gedenken an unsere verstorbenen Musiker marschierten beide Kapellen mit klingendem Spiel zum Festplatz. Hier gestaltete die TK Donnerskirchen unter Kapellmeister Rudi Weißenbäck ein hervorragendes Frühschoppenkonzert. Die Küche spielte wieder „alle Stückln“ und musikalische und kulinarische Genüsse wetteiferten um die Wette.
Als die Donnerskirchner endlich zum Mittagessen Platz nehmen konnten, spielten noch die „Glockner Buam“ zum Festausklang auf. Als kleiner Aufhänger der Fremdenverkehrsgemeinde Mörtschach wurde vom BGM Plössnig ein Anstecker für alle Teilnehmer an der Astenaktion überreicht. So konnten wir jedem Teilnehmer den „silbernen Wanderschuh“ überreichen.

Als um 16.00 Uhr (auch in der EU werden die Uhren manchmal angehalten um dem Protokoll zu genügen) der Bus langsam davon rollte, waren alle überzeugt, dass es trotz aller Anstrengungen für alle TeilnehmerInnen wieder ein unvergessliches Erlebnis gewesen war.

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