Das Gipfelkreuz der Trachtenkapelle am Leitenkopf

Schon 25 Jahre kam die Familie des Schlossers und Geschäftsmannes Kurt Frenkl aus Nürnberg auf Urlaub zum Schlögger Franz nach Mörtschach. In all den Jahren glitt der Blick der Urlauber auf die umliegenden Bergspitzen und eines Tages reifte im Familienoberhaupt der Plan, ein Kreuz auf  dem Laitenkopf zu errichten.
Zu einem Vorgespräch kamen wir mit dem Kapellmeister Zeiner, und dem „Herbergsvater“ Schrall Franz zusammen und berieten den Transport des Kreuzes.
Da wir ohnehin unsere Reise nach Kirchehrenbach geplant hatten, entschlossen wir uns, die Heimreise im September 1979 mit einem Kreuz im Kofferraum anzutreten. Nach einer Lagerung von über einem Jahr, erkundete eine „Expedition“, bestehend aus den geländekundigen Jägern Zeiner Josef und Richard, dem Schlögger Franz, dem Simeter Friedl, dem Lorenz Seppl  und Familie Bastirsch die schneebedeckten Höhen des Leitenkopfes.  Wegen der bestehenden Abrutschgefahr nahmen die Zeinerer Rita und Harald an die Leine und so erklommen wir die Anhöhe. Der Platz für das Kreuz war bald gefunden und wir konnten uns dem gemütlichen Teil (kräftige Jause) des Aufstieges widmen.
Im September 1981 brachte dann der Hubschrauber Sand, Zement, Wasser und den Simeter Friedl auf den Leitenkopf. Der errichtete mit einigen Helfern das Fundament und am Abend leuchtete das Kreuz zum ersten Mal vom Leitenkopf herunter ins Tal.
Am 14. August 1982 erfolgte dann die Einweihung und Gipfelmesse durch Pater Herbert .Antoine, der sich zuerst nicht fit genug gefühlt hatte die Gipfelmesse zu lesen. Durch eifriges Training und unter kundiger Führung verbrachte er mit uns jedoch eine ergreifende Feierstunde in luftiger Höhe..
Als sich um die Jahrtausendwende die Meldungen vom desolaten Zustand des Kreuzes häuften, startete eine Crew unter Obmann Mössler Hans und Schrall Klaus eine Rettungsaktion. Mit von der Partie waren Schrall Hannes, Lindler Franz (Lenzer), Auernig Michel (Pussnig), Plößnig Christa, Suntinger Anton (Kellner Tone), Granegger Hans (Stranbauer) und Helf David. Diese Mannschaft baute das Kreuz ab, die Teile wurden nach Mörtschach gebracht und verzinkt, die Blechteile durch Nirostaplatten ersetzt, und das Fundament erneuert.
Fresser Harald fertigte ein neues Blechkasterl für das Gipfelbuch und bald darauf konnte das Kreuz zum Marterle und von dort mit dem Hubschrauber auf seinen ursprünglichen Platz geflogen werden. Hier wurde das Kreuz neu verankert und erstrahlte wieder im alten/neuen  Glanz.
(Wer den genauen Hergang der Kreuzrenovierung erfahren möchte, kann dies im Gipfelbuch am Leitenkopf nachlesen.)
Am 25.7.2003 erfolgte die Segnung und Gipfelmesse durch Herrn Pfarrer Mag. Michael Lercher. Beim Marterle klang dann die würdige Feier aus.

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